16.-17.11. 2006
Seminar für Angehörige bipolar Erkrankter
Spagat zwischen helfen wollen und Grenzen setzen
16.-17.11. 2006, Celle
Als betroffene Eltern eines an einer bipolaren Störung erkrankten Sohnes waren wir auf der Suche nach Hilfe. Die Internetrecherche führte zum DGBS e.V. und zum Angebot eines Seminars für Angehörige am 17./18.11.2006 in Celle. Wir hofften, weitere Informationen zur Krankheit und zum Umgang damit zu bekommen und uns vor allem mit Betroffenen auszutauschen.
Diese Erwartungen wurden an den beiden Tagen mehr als erfüllt.
Im CJD- Tagungshaus in Westercelle fand für die 30 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet ein sehr produktiver Austausch in angenehmer Atmosphäre statt.
Die Begrüßung durch den Geschäftsführer Herrn Borchers war sehr herzlich.
Herr Giesler von der Angehörigeninitiative als Moderator der Veranstaltung schuf von Anfang an eine Basis für eine offene Diskussion. Die kurze Vorstellung der Anwesenden mit ihren Problemen zu Beginn ebnete den Weg für weitere individuelle Gespräche in den Pausen.
Mit Herrn Dr. Dobmeier aus Cham stand ein Spezialist für bipolare Erkrankungen zur Verfügung, der sehr anschaulich und fundiert über die Krankheit informierte. Ob Therapiefragen, Probleme der Suche nach dem richtigen Arzt oder dem Handeln in Ausnahmesituationen, auch während des Vortrages konnten Fragen gestellt werden. Handouts ergänzten den Vortrag. Auch das gemeinsame Abendessen wurde zum Austausch genutzt, viele Fragen kompetent von Dr. Dobmeier beantwortet.
Der zweite Seminartag stand im Zeichen der Methoden des Umgangs mit den Facetten der Erkrankung. Die Psychologin Frau Dr. Wagner aus Chemnitz vermittelte neben den Grundlagen der Kommunikation, schwierig schon für " Gesunde", Strategien für den Umgang mit dem Angehörigen in den Erkrankungsphasen. Sie zeigte auf, dass auch eigene Grenzen neu definiert werden müssen. Grenzen im Umgang mit einer Krankheit, die oft so grenzenlos ist zwischen den beiden Polen Manie und Depression.
Ein von ihr geleitetes Bodyscanning entspannte zum Ende des Seminars, das nicht nur Wissen vermittelte, sondern natürlich auch viele Emotionen hervorrief.
Unterschiedlich sind die Probleme der Teilnehmer mit ihren betroffenen Kindern, Ehepartnern, Elternteilen- ein Patentrezept zur Lösung konnte es natürlich nicht geben.
Geeint waren alle in der Problematik, mit dieser Erkrankung umgehen zu müssen und den täglichen Spagat zwischen helfen wollen und Grenzen setzen zu meistern.
Anregen würde ich für eine weitere Veranstaltung, dass dem Austausch der Angehörigen untereinander, etwa in Workshops zu bestimmten Themen, mehr Raum gegeben wird.
Für uns war dieses Wochenende eine Hilfe. Wir nahmen viele Anregungen mit, wollen eine Selbsthilfegruppe für betroffene Angehörige gründen. Dem DGBS bin ich als Mitglied beigetreten.
Carola Lehmann, Schönebeck
Spagat zwischen helfen wollen und Grenzen setzen
16.-17.11. 2006, Celle
Als betroffene Eltern eines an einer bipolaren Störung erkrankten Sohnes waren wir auf der Suche nach Hilfe. Die Internetrecherche führte zum DGBS e.V. und zum Angebot eines Seminars für Angehörige am 17./18.11.2006 in Celle. Wir hofften, weitere Informationen zur Krankheit und zum Umgang damit zu bekommen und uns vor allem mit Betroffenen auszutauschen.
Diese Erwartungen wurden an den beiden Tagen mehr als erfüllt.
Im CJD- Tagungshaus in Westercelle fand für die 30 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet ein sehr produktiver Austausch in angenehmer Atmosphäre statt.
Die Begrüßung durch den Geschäftsführer Herrn Borchers war sehr herzlich.
Herr Giesler von der Angehörigeninitiative als Moderator der Veranstaltung schuf von Anfang an eine Basis für eine offene Diskussion. Die kurze Vorstellung der Anwesenden mit ihren Problemen zu Beginn ebnete den Weg für weitere individuelle Gespräche in den Pausen.
Mit Herrn Dr. Dobmeier aus Cham stand ein Spezialist für bipolare Erkrankungen zur Verfügung, der sehr anschaulich und fundiert über die Krankheit informierte. Ob Therapiefragen, Probleme der Suche nach dem richtigen Arzt oder dem Handeln in Ausnahmesituationen, auch während des Vortrages konnten Fragen gestellt werden. Handouts ergänzten den Vortrag. Auch das gemeinsame Abendessen wurde zum Austausch genutzt, viele Fragen kompetent von Dr. Dobmeier beantwortet.
Der zweite Seminartag stand im Zeichen der Methoden des Umgangs mit den Facetten der Erkrankung. Die Psychologin Frau Dr. Wagner aus Chemnitz vermittelte neben den Grundlagen der Kommunikation, schwierig schon für " Gesunde", Strategien für den Umgang mit dem Angehörigen in den Erkrankungsphasen. Sie zeigte auf, dass auch eigene Grenzen neu definiert werden müssen. Grenzen im Umgang mit einer Krankheit, die oft so grenzenlos ist zwischen den beiden Polen Manie und Depression.
Ein von ihr geleitetes Bodyscanning entspannte zum Ende des Seminars, das nicht nur Wissen vermittelte, sondern natürlich auch viele Emotionen hervorrief.
Unterschiedlich sind die Probleme der Teilnehmer mit ihren betroffenen Kindern, Ehepartnern, Elternteilen- ein Patentrezept zur Lösung konnte es natürlich nicht geben.
Geeint waren alle in der Problematik, mit dieser Erkrankung umgehen zu müssen und den täglichen Spagat zwischen helfen wollen und Grenzen setzen zu meistern.
Anregen würde ich für eine weitere Veranstaltung, dass dem Austausch der Angehörigen untereinander, etwa in Workshops zu bestimmten Themen, mehr Raum gegeben wird.
Für uns war dieses Wochenende eine Hilfe. Wir nahmen viele Anregungen mit, wollen eine Selbsthilfegruppe für betroffene Angehörige gründen. Dem DGBS bin ich als Mitglied beigetreten.
Carola Lehmann, Schönebeck








