15.02.2006
"Der bipolare Angehörige - Spagat zwischen Helfen wollen und Grenzen setzen"

Gelungener Jahresauftakt für die
Angehörigeninitiative der DGBS
Was es
heißt, ein „bipolarer Angehöriger“ zu sein, ist leider immer noch eine sehr
einsame Erfahrung: An wen wendet sich der Angehörige, wenn die Manie die
Familie ins Chaos stürzt? Wie mit Gefühlen von Hilflosigkeit, Schuld, Scham,
Angst umgehen und wie sich richtig verhalten, gegenüber dem bipolaren
Familienmitglied oder Partner, den Ärzten, den Nachbarn? Raus aus der einsamen
Hilflosigkeit hin zum gemeinsamen, zielgerichteten Handeln, das war die
treibende Kraft für die Gründung der Angehörigeninitiative im September 2005.
Wir haben
uns zum Ziel gesetzt:
·
Angehörigen
bipolarer Patienten Information, Aufklärung und praktische Hilfestellungen zu
bieten
·
Die
Kommunikation zwischen Angehörigen bipolar erkrankter Patienten zu fördern
·
Sich
dafür einzusetzen, dass die Einbeziehung der Angehörigen in den
Behandlungsprozeß selbstverständlich wird.
Um diese
Ziele zu erreichen, hat sich die Angehörigeninitiative für 2006 viel
vorgenommen. Zum Jahresauftakt führte eine interaktive
Fortbildungsveranstaltung mit dem Titel „Der bipolare Angehörige – Spagat
zwischen Helfen Wollen und Grenzen setzen“ viele Interessenten/Mitglieder aus
dem ganzen Bundesgebiet nach Bonn.
Unter
professioneller Leitung von Frau Dr. Wagner, Dipl. - Psych.,
Klinik für Psychiatrie, Verhaltensmedizin und Psychosomatik, Klinikum Chemnitz,
und Herrn Dr. med. Matthias Dobmeier, Psychiatrische Tagesklinik Cham
wurden
Erfahrungen und Informationen ausgetauscht und Tipps für eine verbesserte
Kommunikation mit den Kranken aber auch mit Nachbarn oder Ärzten weitergegeben.
Auch wenn
die Zeit viel zu schnell verging, so waren sich alle Teilnehmer – die
Angehörigen sowie die Referenten einig:
Die
Veranstaltung war eine gelungene Mischung aus Information, Diskussion und
emotionalem Erfahrungsaustausch, durch die alle Teilnehmer –die Angehörigen
ebenso wie die Referenten - voneinander gelernt und sich gegenseitig motiviert haben.
Jetzt geht
es darum, diese positive Energie zu nutzen und Projekte, die während der Veranstaltung
als Idee geboren wurden, in die Tat umzusetzen.
Wir freuen
uns über jeden interessierten Angehörigen, der uns dabei unterstützen möchte.
Auch sind die nächsten Fortbildungen bereits geplant, und zwar
Am 7./8.
Juli in Weimar und am 17./18. November in Celle (voraussichtlich).
Alle
Angehörigen, die daran teilnehmen möchten und/oder sich für die Arbeit in der
Angehörigeninitiative interessieren, sind hiermit herzlich aufgefordert, sich
an die Angehörigensprecher der DGBS zu wenden:
Dr. Marion
Benson und Horst Giesler
DGBS e.V.,
Postfach 920249, 21132 Hamburg, E-Mail: info@dgbs.de
Tel. 040-85408883 (Di + Do 14.00 – 18.00 Uhr








