Lesetipp!

Stimmungsschwank-

ungen bei Kindern und Jugendlichen

Ratgeber für Eltern und Erzieher

Schäfer, Ulrike; Bauer, Michael

Weitere Informationen zur Bipolaren Störung finden Sie im

Bipolar Webring

15.02.2006

"Der bipolare Angehörige - Spagat zwischen Helfen wollen und Grenzen setzen"

Gelungener Jahresauftakt für die Angehörigeninitiative der DGBS

 

Was es heißt, ein „bipolarer Angehöriger“ zu sein, ist leider immer noch eine sehr einsame Erfahrung: An wen wendet sich der Angehörige, wenn die Manie die Familie ins Chaos stürzt? Wie mit Gefühlen von Hilflosigkeit, Schuld, Scham, Angst umgehen und wie sich richtig verhalten, gegenüber dem bipolaren Familienmitglied oder Partner, den Ärzten, den Nachbarn? Raus aus der einsamen Hilflosigkeit hin zum gemeinsamen, zielgerichteten Handeln, das war die treibende Kraft für die Gründung der Angehörigeninitiative im September 2005.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt:

·         Angehörigen bipolarer Patienten Information, Aufklärung und praktische Hilfestellungen zu bieten

·         Die Kommunikation zwischen Angehörigen bipolar erkrankter Patienten zu fördern

·         Sich dafür einzusetzen, dass die Einbeziehung der Angehörigen in den Behandlungsprozeß selbstverständlich wird.

 

Um diese Ziele zu erreichen, hat sich die Angehörigeninitiative für 2006 viel vorgenommen. Zum Jahresauftakt führte eine interaktive Fortbildungsveranstaltung mit dem Titel „Der bipolare Angehörige – Spagat zwischen Helfen Wollen und Grenzen setzen“ viele Interessenten/Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet nach Bonn.

Unter professioneller Leitung von Frau Dr. Wagner, Dipl. - Psych.,
Klinik für Psychiatrie, Verhaltensmedizin und Psychosomatik, Klinikum Chemnitz, und Herrn Dr. med. Matthias Dobmeier, Psychiatrische Tagesklinik Cham

wurden Erfahrungen und Informationen ausgetauscht und Tipps für eine verbesserte Kommunikation mit den Kranken aber auch mit Nachbarn oder Ärzten weitergegeben.

Auch wenn die Zeit viel zu schnell verging, so waren sich alle Teilnehmer – die Angehörigen sowie die Referenten einig:

Die Veranstaltung war eine gelungene Mischung aus Information, Diskussion und emotionalem Erfahrungsaustausch, durch die alle Teilnehmer –die Angehörigen ebenso wie die Referenten - voneinander gelernt und sich gegenseitig motiviert haben.

Jetzt geht es darum, diese positive Energie zu nutzen und Projekte, die während der Veranstaltung als Idee geboren wurden, in die Tat umzusetzen.

Wir freuen uns über jeden interessierten Angehörigen, der uns dabei unterstützen möchte. Auch sind die nächsten Fortbildungen bereits geplant, und zwar

 

Am 7./8. Juli in Weimar und am 17./18. November in Celle (voraussichtlich).

 

Alle Angehörigen, die daran teilnehmen möchten und/oder sich für die Arbeit in der Angehörigeninitiative interessieren, sind hiermit herzlich aufgefordert, sich an die Angehörigensprecher der DGBS zu wenden:

 

 

Dr. Marion Benson und Horst Giesler

 

DGBS e.V., Postfach 920249, 21132 Hamburg, E-Mail: info@dgbs.de Tel. 040-85408883 (Di + Do 14.00 – 18.00 Uhr