Herzlich willkommen!
Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS)
Fachgesellschaft für Betroffene, Angehörige und Professionelle
Unsere Ziele
Aufbau und Unterstützung von Selbsthilfe
Werden auch Sie Mitglied der DGBS e.V
Mehr Aufmerksamkeit für bipolare Erkrankungen in Fachkreisen, Gesundheitspolitik und Öffentlichkeit
Als Mitglied sind Sie stets aktuell informiert, erhalten kostenfrei unser 3 x jährlich erscheinendes Mitgliedsorgan IN BALANCE und können an DGBS e.V. - Fortbildungsveranstaltungen zu ermäßigten Gebühren teilnehmen.
Helfen Sie mit und stärken sie unsere Gemeinschaft!
+++ Im Fokus +++
Was ist eine bipolare (manisch-depressive) Erkrankung?
Jeder Mensch kennt es: Schwankungen der Gefühle. Manchmal ist die Stimmung gut, manchmal eher schlecht. Das aber ist normal. Menschen mit bipolaren Störungen – auch manisch-depressive Erkrankung genannt - leben jedoch mit extremen Emotionen. Zwischen Manie und Depression ist ein geregeltes Leben kaum möglich.
Das wiederkehrende Auf und Ab der Emotionen mit Schwankungen der Stimmung und des Antriebs sind ebenso Realität wie ein zwanzigfach erhöhtes Suizidrisiko im Vergleich zur Normalbevölkerung. Obwohl die Erscheinungsformen der bipolaren Erkrankung Ärzte schon seit 2000 Jahren beschäftigen, steht die Aufklärung der Öffentlichkeit noch ganz am Anfang.
Nur wenige Betroffene wissen um ihre Krankheit und finden den Weg zu einem geschulten Arzt oder Psychologen. Dabei könnten eine rechtzeitige Diagnose und eine gezielte Behandlung den Krankheitsverlauf wesentlich verbessern.

Bipolare Störungen brauchen mehr Öffentlichkeit
Fakten, Fakten, Fakten
- Bipolare Störungen (manisch – depressive Erkrankungen) sind häufig:
Mindestens 2 Millionen Menschen sind in Deutschland betroffen. - Bipolare Störungen haben sozio – ökonomische Auswirkungen:
Gemäß WHO – Report 2000 gehören sie zu den 10 Erkrankungen, die weltweit am häufigsten zu andauernder Behinderung führen. - Bipolare Störungen haben einen gravierenden Einfluss auf das Leben:
Mindestens 20 % der Betroffenen unternehmen einen Suizidversuch. 15 % versterben am Suizid. Die Mortalitätsrate liegt insgesamt 2 – 3 mal höher als im Bevölkerungsdurchschnitt. - Bipolare Störungen werden in Deutschland unverändert unterdiagnostiziert:
Schätzungsweise wird bei weniger als 50 % der Betroffenen je die korrekte Diagnose gestellt und eine Behandlung eingeleitet. - Bipolare Störungen werden zu spät diagnostiziert:
Im Schnitt vergehen 10 Jahre zwischen erster Krankheitsepisode, korrekter Diagnose und Beginn einer adäquaten Therapie.
Das öffentliche Interesse an Bipolaren Störungen muss stärker geweckt werden, um Informationsdefizite zu vermindern und der bestehenden Stigmatisierung der Betroffenen entgegenzuwirken.
In der Therapieforschung wurden in den letzten Jahrzehnten Fortschritte erzielt, diese müssen noch stärker Betroffene und Angehörige erreichen.
Auszug aus "Weissbuch Bipolare Störungen in Deutschland " 2002
Die DGBS e.V. - Ziele und Profil
Die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS e.V.)
wurde 1999 als gemeinnütziger Verein ins Leben gerufen. Sie ist eine unabhängige, trialogisch aufgestellte Fachgesellschaft, die den
Erfahrungsaustausch zwischen Professionellen, Betroffenen, Angehörigen
sowie allen am Gesundheitswesen Beteiligten fördert.
Hauptanliegen ist es, die Bedürfnisse von Menschen mit einer bipolaren Störung in Öffentlichkeit und Gesundheitspolitik zur Geltung zu bringen, sowie die Forschung, Fortbildung und Selbsthilfe zu fördern.
Die Arbeit der DGBS e.V. wird durch die finanzielle Unterstützung
von Mitgliedern und Spendern ermöglicht. Nur dadurch kann sie ihre
Ziele realisieren und die Situation der Betroffenen verbessern.
Unsere Mitglieder sind Professionelle, Betroffene, Angehörige, Interessierte.
Ziele
- Mehr Aufmerksamkeit für das Krankheitsbild der bipolaren Störungen in Fachkreisen und der Öffentlichkeit
- Verbesserung der medizinischen Versorgung für Menschen mit bipolaren Störungen
- Förderung der Forschung und Lehre über die Ursachen, Diagnose und Therapie bipolarer Störungen
- Enge Zusammenarbeit mit psychiatrischen Fachgesellschaften, z.B. DGPPN, AGNP
- Unterstützung der Selbsthilfeinitiativen von Patienten und ihren Angehörigen
- Aufzeigen der medizinischen und gesundheitspolitischen Perspektiven.
Entwicklungsschritte
1999 - Gründung als Fachgesellschaft für Professionelle im Rahmen der
3rd International Conference on Bipolar Disorder, Pittsburgh/USA.
2000 - Öffnung als trialogische Fachgesellschaft für Professionelle, Betroffene, Angehörige.
2001 - Internetseite www.dgbs.de.
Internetforum für Betroffene und Angehörige www.bipolar-forum.de.
1. DGBS-Jahrestagung in Freiburg/Breisgau.
2002 - Herausgabe des ersten Weißbuches für Bipolare Störungen in Deutschland.
2003 - Entwicklungsunterstützung für ein elektronisches Patiententagebuch.
Start der DGBS-Schriftenreihe.
2004 - Gründung des Bipolar Selbsthilfe-Netzwerkes, ein Zusammenschluss von Selbsthilfegruppen aus dem gesamten Bundesgebiet.
2005 - Herausgabe des Mitteilungsorgans IN BALANCE.
Gründung des Arbeitskreises Junge Wissenschaftler.
2006 - Start der Fortbildungsseminare für Ärzte in psychiatrischen Institutsambulanzen.
Der erste DGBS-Film: Die Pole des Saturn - Leben zwischen Manie und Depression. Weißbuch Bipolare Störungen in Deutschland, 2. überarbeitete Auflage.
2007 - 1. Gesundheitstag Bipolare Störungen, am 8. Mai 2007 im Französichen Dom in Berlin.
Gründung der Stiftung für Bipolare Störungen IN BALANCE durch die Schauspielerin Eleonore Weisgerber.
Fernsehbeitrag in der ZDF-Sendung Johannes B. Kerner.
Start zur Erarbeitung von Leitlinien für die Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen.
Links:
Satzung, Vorstand, Ehrenmitglieder, Fördermitglieder







